Nachfragemangel: Deutsche Autobauer stoppen Produktion
Die Autoproduktion kommt wegen der internationalen Finanzmarktkrise in vielen deutschen Werken zum Stillstand.
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| Opel teilte mit, dass im Bochumer Werk die Bänder bereits stillstünden. Ab kommender Woche soll dann auch das Opel Werk in Eisenach seine Produktion für 3 Wochen einstellen. Der Opel-Mutterkonzern General Motors kündigte an, die Produktion an allen europäischen Standorten mit Ausnahme von Rüsselsheim zwischen dem 20. und 31. Oktober einzustellen.
Auch BMW unterbricht in der letzten Oktober-Woche die Fertigung am Standort Leipzig. Die Produktion soll dadurch um 2.800 Fahrzeuge gedrosselt werden. Der Münchner Autobauer will insgesamt europaweit 40.000 Autos weniger bauen, die für den US-Markt bestimmt waren.
Ford will die Produktion am Standort Saarlouis zurückfahren. Zudem kündigte der Autokonzern rund 200 Zeitarbeitern zum Monatsende.
Zuvor hatte Daimler bereits angekündigt, wegen der sinkenden Nachfrage weniger Autos zu bauen. Betroffen sind vor allem die Pkw-Werke von Mercedes Benz. Die Weihnachtsferien sollen am größten deutschen Standort Sindelfingen bereits am 17. Dezember beginnen.
"Die Menschen halten ihr Geld fest"
Mit der vorübergehenden Aussetzung der Produktion reagieren die Hersteller auf den Einbruch der Nachfrage in den USA und Teilen Europas. "Die Menschen halten ihr Geld fest und bestellen keine Autos", so Opel-Sprecher Andreas Krömer.
Es wird für Unternehmen schwieriger
Auch andere Branchen fürchten die Folgen der weltweiten Finanzmarktkrise. Für Unternehmen werde es nach Aussage des Bundesverbands der Deutschen Industrie immer schwieriger und teurer, Kredite zu bekommen. Dagegen sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) derzeit keine Anzeichen für eine Kreditklemme in deutschen Unternehmen. |
geld-online vom 08.10.2008 |