HRE-Aktionäre fordern Schadensersatz
Offenbar streben Aktionäre der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) eine Schadensersatzklage von mindestens 200 Mio Euro an.
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| Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wird in der kommenden Woche beim Landgericht München I ein Schadensersatzantrag gegen die HRE verhandelt. Hinter der Massenklage stehen den Angaben zufolge Fonds mit Tausenden Anlegern. Dem früheren HRE-Vorstand wird vorgeworfen, Risiken verschwiegen zu haben.
Weil die HRE im Zuge ihrer Rettung weitgehend verstaatlicht wurde, müsste der Bund bei einem Erfolg der Klage den Schadensersatz aus der Staatskasse bezahlen.
Klagesumme von mehreren Hundert Millionen
Es sei absehbar, dass die Klagesumme auf mehrere Hundert Millionen Euro erhöht werde, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Hinter der Klage stehen Fonds aus Deutschland und anderen Staaten, sowie Pensionsgesellschaften, die Vermögen von Anlegern verwalteten, das als Altersvorsorge gedacht war. Deren Aktionäre hatten beim Niedergang der HRE viele Milliarden Euro verloren.
Staatliche Hilfspakete retten die HRE
Die Finanzkrise im Herbst 2008 hatte den Immobilienfinanzierer schwer angeschlagen. Das Institut konnte nur durch mehrere Hilfspakete des Staates und anderer Banken in Höhe von insgesamt mehr als 100 Mrd. Euro vor dem Zusammenbruch gerettet werden.
Der Bund hatte rund 90% der HRE-Anteile übernommen um weitere teuere Rettungsmaßnahmen zu vermeiden. Der Zwangsausschluss der verbliebenen anderen Anteilseigner soll im August auf einer Hauptversammlung beschlossen werden. Die Bank wäre damit ganz in staatlicher Hand. |
geld-online vom 29.07.2009 |